Der Ami, der Jude… – Quellenmaterial

Da von bestimmter Seite der Verdacht geäußert wurde, dass die Serie zum Legida-Spaziergang nur ein ausgedachtes Hirngespinst ist, präsentiere ich hier vorab etwas Quellenmaterial.

Hier finden Sie Teil 1 und Teil 2 des Berichts. Der dritte Teil kommt am nächsten Montag, dem 15.2.2016.

Am Eingang des großzügig bemessenen Demonstrationsgebietes steht ein junger Mann und versucht buchstäblich auf dem letzten Meter aufzuklären: »Mit der NPD stellt ihr euch da hin, wisst ihr das?«. Man legt ihm nahe, das Maul zu halten und arbeiten zu gehen.
»Hat jemand Taschentücher? Hat jemand Taschentücher?«. Eine an Gelangweiltheit unüberbietbare Frauenstimme. Vor ihr steht ein junger Mann, Kevin, dem spontan die Nase blutet.

Ein kleiner Mann mit einem weißen T-Shirt, auf dem ein Indianerhäuptling zu sehen ist. Er verteilt Flyer einer neuen Bewegung namens »Einprozent«. Professionell gestaltet, nicht zu viel Text, dafür jede Menge Sendungsbewusstsein. »Warte mal«, sagt der Häuptling, während er in seiner Tasche kramt. »Ich gebe ich dir noch ein paar mit. Die kannst Du dann verteilen. Vielleicht einfach mal irgendwo im Café liegen lassen. Oder auf Arbeit«.

– Warte, ich gebe dir nochwas mit!
Ich warte, er kramt wieder. Ein kleines A5-Blättchen kommt zum Vorschein. »Das ist mein Gebet der Deutschen. Habe ich selbst geschrieben!«. Stolz überreicht er es mir. Interessiert lese ich die ersten Zeilen und verstehe nur Bahnhof.

Weiteres zu gegebener Zeit. Und nicht vergessen: Sie haben den Hass, aber wir das Herz.

Schubél